Gefäßchirurgie

Gefäßchirurgie

Ziel der Gefäßchirurgie ist die Beseitigung von Durchblutungsstörungen, die durch Verengungen oder Verschlüsse von Blutgefäßen verursacht werden, sowie die vorsorgliche Behandlung von Aussackungen der Hauptschlagadern, sogenannter Aneurysmen.

Minimalinvasive endovaskuläre Verfahren, durch die Gefäße "von innen repariert" werden können, spielen in der Gefäßmedizin eine immer wichtigere Rolle. Diese schonenden Verfahren kommen nach interdisziplinärer Indikationsstellung auch bei fortgeschrittenen Erkrankungen immer öfter zum Einsatz, wenn sie sich als medizinisch sinnvoll erweisen. Hierzu steht die sog. AngioSuite in der Radiologie ebenso zur Verfügung wie auch der Operationssaal für aufwändigere Verfahren und sog. Hybrid-Eingriffe, bei denen offene Operationen am Gefäßsystem mit endovaskulären Verfahren kombiniert werden. Es werden jährlich rund 1.000 Operationen durchgeführt.

Im Albertinen Krankenhaus besteht eine enge Kooperation mit der Radiologie. Auch mit der Anästhesie und Intensivmedizin, der Kardiologie, der Herzchirurgie und der Neurologie arbeiten wir bei der Diagnostik und während des Zeitraums um die Operation eng zusammen, um bestmögliche Ergebnisse für unsere Patienten zu erzielen.

Krankheitsbilder

  • Chronische Durchblutungsstörungen der Beine
  • Aneurysmen
  • Dissektionen
  • Aortensyndrom
  • Verengungen/Verschlüsse der Halsschlagadern

Diagnostik und OP-Methoden

  • Krampfaderchirurgie
  • Portimplantation
  • unkomplizierte Aufdehnung und Stentimplantation bei Gefäßverengung
  • Aufweitung mittels Ballon
  • Ausschälplastik (Thrombendarteriektomie und Patchplastik)
  • Bypassanlage
  • Intravenöse Therapie mit durchblutungsfördernden Substanzen
  • CT-gesteuerte Grenzstrangblockade
  • Operative Thromb-/Embolektomie
  • Offener Ersatz von erkrankten Anteilen der Bauch- und Beckenschlagadern durch Rohr- oder Y-Prothese, ggf. mit Neueinpflanzung von Arterien
  • Einsetzen von ummantelten Gefäßprothesen (stentgrafts)
  • Ausstülpungsplastiken (Eversionsendarteriektomie)

Dr. med. Lars Kock

Chefarzt Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie

Dr. med. Lars Kock

Vita

  • Dr. med. Lars Kock ist seit 2012 Chefarzt der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum.  Als endovaskulärer Spezialist (DGG) deckt er das gesamte Spektrum offener und endovaskulärer  Eingriffe  ab.

    Ein Schwerpunkt liegt in der endovaskulären Therapie komplexer Aortenerkrankungen durch Stentprothesen mit Fenstern und/oder Seitenärmchen.

  • geboren in Kiel, verheiratet, zwei Kinder

  • Chefarzt der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum, Albertinen Krankenhaus

  • Leitender Oberarzt der Gefäß-, Thorax und endovaskulären Chirurgie, Asklepios Klinik Altona, Hamburg

  • Oberarzt und Abteilungsleiter der Gefäßchirurgie, Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum, Neubrandenburg

  • Oberarzt Chirurgie, KMG-Klinikum, Güstrow

  • Assistenzarzt, Chirurgischen Universitätsklinik, Rostock

  • Facharzt für Chirurgie

  • AiP/Assistenzarzt, Behring Krankenhaus, Berlin-Zehlendorf

  • Approbation

  • Arzt im Praktikum, Park-Klinik, Gynäkologie, Kiel

  • Promotion: „Testikuläre Keimstrang-Stroma-Tumoren des Kindesalters", Note: „magna cum laude“

  • 3. Staatsexamen

  • Praktisches Jahr an der Universidade federal Rio Grande do Norte, Natal/Brasilien

  • 2. Staatsexamen

  • 1. Staatsexamen

  • Medizinstudium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

  • Gymnasium in Heikendorf bei Kiel

Schwerpunkte

  • Spezielle Fachqualifikationen

    • 2006: Subspezialisierung Gefäßchirurgie
    • 2018: Endovaskulärer Chirurg (DGG)
    • 2019: Endovaskulärer Spezialist (DGG)
  • Weiterbildungsbefugnisse

    • Gefäßchirurgie (4 Jahre)
    • Basisweiterbildung Chirurgie (common trunk) (2 Jahre)
    • Allgemeinchirurgie (4 Jahre)
  • Lehrauftrag/Ämter/Funktionen/Mitgliedschaften

    • Mitglied: Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin
    • Mitglied: Vereinigung norddeutscher Gefäßmediziner
  • Publikationsauswahl

    • Harms D, Kock L; Testicular juvenile granulosa cell and Sertoli cell tumours: a clinicopathological study of 29 cases frohm the Kiel Paediatric Tumour Registry. Virchows Arch. 1997 Apr;430(4):301-9
    • Bünger CM, Kröger J. Kock L, Henning A, Klar E, Schareck W. Axillary-axillary interatertial chest loop onduit as an alternative for chronic hemodialysis access. J Vasc Surg. 2005;42:290-295
    • Kock L, Aepinus C, Donat M, Pertschy A, Crusius S, Arvand M, Klar E, Podbielski A; Severe Pneumonia by Primary Toxoplasma gondii Infection in a Pancreas-Kidney Transplant Recipient – Keys to rapid Diagnosis. Presently in the reviewing process of Clinical Transplantation
    • Kock L, Bünger C, Kröger JC, Gundlach K, Piek J, Klar E und Schareck WD; Differentialdiagnose des Karotisglomustumors – eine diagnostische und therapeutische Herausforderung, Jahreskongress der deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Berlin, Mai 2006
    • Kock L, Bünger CM, Mundt A, Klar E, Schareck W; Ist die Verlaufskontrolle nach konventioneller Operation des infrarenalen Bauchaortenaneurysmas sinnvoll? Postervortrag Jahreskongress der deutschen Gesellschaft für Chirurgie, München, April 2005
    • Kock L, Aepinus C., Steiner B, Pertschy A, Schareck WD, Arvand M, Hartung G, Podbielski A und Klar E; Generalisierte Toxoplasma gondii-Infektion mit primär pulmonaler Manifestation nach Pankreas/Nierentransplantation durch infizierte Spenderorgane Postervortrag Jahrestagung der deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Hamburg, 01  –04.12.2004
    • Kock L, Aepinus C., Steiner B, Pertschy A, Schareck WD, Arvand M, Hartung G, Podbielski A und Klar E; Generalisierte Toxoplasma gondii-Infektion mit primär pulmonaler Manifestation nach Pankreas/Nierentransplantation durch infizierte Spenderorgane. Postervortrag Jahrestagung der deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Kiel, 21.-23.10.2004
    • Kock L, Klautke G, Foitzik T, Fietkau R und Klar E; Die neoadjuvante Therapie des lokal fortgeschrittenen Magencarcinoms kann zur kurativen Resektion führen. Postervortrag Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft Gesellschaft für Chirurgie, Berlin 27.-30.04.2004
    • Bünger CM, Korzen M, Kock L, Kröger J, Klar E, Schareck W. Ist die Mitbehandlung einer stenosierten A. carotis externa im Rahmen der TEA und Patchplastik der A. carotis interna gerechtfertigt? 123 Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Berlin, Deutschland, 02.-.06.05.2006
    • Bünger CM, Kock L, Henning A, Kröger J, Klar E, Schareck W. Interarterieller Axillaris-Loop als alternativer Zugang für die Hämodialyse. Schuntsymposium Haan, Haan, Deutschland, Mai 2005